Sonntag, 1. März 2015

Kleinholz/Brennholz schneiden

Jedes Jahr im Winter wird Brennholz gesägt und wie jedes Jahr überlege ich, wie man die Effektivität steigern könnte. Waldmänner werden mir beipflichten, wenn ich behaupte, dass das Kleinholz wie Äste oder Unterholz die Waldarbeit am meisten verlangsamen. Komplett verwerfen will man dieses Holz aber auch nicht, da es doch ein beachtlicher Anteil des Brennholzes ist. Daher habe ich mir ein Gestell zum Schneiden des Kleinholzes gebaut:
Diesen Beitrag findet ihr auch unter http://holzheizung.blogspot.com/
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Doch nun zur Ausgangssituation. Wir fahren mit dem Traktor, Anhänger und Staplergabel in den Wald. Bäume werden umgeschnitten, auf 4 Meter Stücke abgelängt, mit der Staplergabel auf den Hänger geladen und nach Hause gebracht. Zu Hause steht man nun vor einigen Holzhaufen, die agbearbeitet werden wollen. Hierzu wird es in Meterstücke geschnitten, dickere Stämme gespalten und anschließend (überdacht) gelagert. Zwei Jahre später ist das Holz trocken, wird mit der Kreissäge auf richtige Länge geschnitten und verheizt. Bei einer anständigen Scheitgröße geht das auch relativ schnell, jedoch verzögern auch hier die dünnen Äste den Fortschritt. Klar, es macht einen Unterschied ob ich für 2kg Brennholz 1x oder 5x sägen muss.

Das Gestell

Darum habe ich mir ein Gestell gebaut in dem die 4 Meter Äste gleich auf richtige Länge gesägt und in Bündel gelagert werden können.













Der Grundrahmen besteht aus 5x8cm Konstruktionsholz an dem 5x5cm Kantholz senkrecht dazu verschraubt wurden. Mit der Zug- Kapp- und Gehrungssäge habe ich dann die Aufläge für's Brennholz mit 30° geschnitten. Natürlich hätte  die Auflage auch mit einejm simplen horizontalen Kantholz funktioniert, allerdings lässt sich das Holz so leichter bündeln.

Um das Brennholz am durchfallen zu hindern wurden noch zöllige Bretter an den Schrägen verschraubt. Diese werden dann beim ersten schneiden ebenfalls durchgeschnitten.
Damit Schmutz und Sägespäne nicht liegen bleiben,  habe ich die Holzauflage unten offen gelassen. Beim ersten Test hat sich aber herausgestellt, dass hier teilweise Holzstücke durchfallen. Da muss ich noch nacharbeiten...
Zum Schluss kommt noch ein Anschlag dazu.

Abmessungen: 
Breite (innen): 40cm (ergibt sich aus der Schwerlänge der Motorsäge).
Höhe Holzfach: 50cm (hier wären 10-15cm mehr besser gewesen, da das Holz beim Schneiden zusammenfällt)
Höhe insgesamt: 78cm (w.o.)
Länge: 4m
 

Auf zum Test!

Beladen:
Vor dem Beladen sollten die Zurrgurte eingelegt werden. Ich wollte nicht vor den ersten Test in Zurrgurte investieren, deshalb habe ich Drähte verwendet. Die funktionieren zwar auch aber nicht so gut.

Nach dem Schneiden:

Die fertigen Bündel:













Die Bündel werden anschließend samt Zurrgurt gelagert. Nach der Trocknungszeit kann somit das komplette Bündel wieder mit dem Gurt zum Ofen getragen werden.

Da der Test erfolgreich war habe ich bei einem großen Online-Auktionshaus 80 Stk. Zurrgurte mit Klemmschelle bestellt. Der Preis  mit 60EUR ist sehr günstig.  Ich hoffe dass ich mit diesen genug habe, da ja die Gurte am Holz bleiben.

Verbesserungspotential:

Wie schon geschrieben sollte der Schlitz bei der Holzauflage verkleinert werden. Eventuell werde ich die vertikalen Kanthölzer verlängern, um mehr Holz ins Gestell zu bringen. Allerdings erschwert dies das herausnehmen der fertigen Bündel. Das muss ich mir nuch überlegen...
Um mobil zu sein bekommt die Konstruktion noch Räder (Durchmesser 260mm, Vollgummi).

Fazit:
Die Verarbeitungszeit des Kleinholzes liegt nun der der Hälfte der  ursprünglichen Zeit. Das Verarbeiten des Holzes beschleunigt sich und es wird in einem Arbeitsgang auf richtige Ofenlänge geschnitten. Die Kreissäge wird für dieses Holz nicht mehr benötigt.

Kommentare:

  1. Unten einfach ein "Hasenstallgitter" - also so einen kleinen secheckigen Drahtzaun reinlegen. Schmutz fällt durch, Holz bleibt liegen? Das war so mein spontaner Gedanke dazu

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  2. Wahnsinn! Das ist echt eine praktische Idee und sieht vorallem ja noch optisch ansehnlich aus :-)

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